Ob es Harald heute gut gefallen hat? Keine Sekunde muss Wunscherfüllerin Inga über die Antwort nachdenken: „Jaaa! Dem ist das Glück quasi aus den Augen geflossen“, sagt sie. Und hört sich sehr zufrieden an. Zusammen mit ihrem Teamkollegen Christian nämlich hat sie es geschafft, dem 61-jährigen Palliativpatienten einen echten Traum zu ermöglichen: Einmal im Leben das Meer sehen. Das stand zwar immer mal wieder auf Haralds „Must see“-Liste. Doch statt an die Küste zu reisen, gab es für ihn und Partnerin Jenny immer was im Garten zu tun. Immer mit dem Wissen: „Das machen wir ein anderes Mal“. Doch im Dezember hat Harald erfahren, dass ihm nun nicht mehr viel Zeit bleibt. Dass die Krankheit nicht mehr aufzuhalten ist.
Wie gut also, dass es die ehrenamtlichen ASB-Wunscherfüller:innen gibt, die dann da sind, wenn letzte Wünsche dringend wahr werden müssen. Inga und Christian jedenfalls begleiten ihren Gast heute vom @hospizzumgutenhirten aus erst nach Bremerhaven. Lassen ihn dort das Gesicht in die Sonne halten und einen Dreimaster bestaunen. Und düsen mit ihm dann weiter nach Cuxhaven. Gucken von der Alten Liebe aus den dicken Pötten hinterher. Hören gemeinsam die Möwen kreischen und kehren im Restaurant ein. Als Harald über Schmerzen klagt und reichlich schwach auf den Beinen ist, gibt es für ihn eine kurze Auszeit im ASB-Wünschewagen und noch einen letzten Abstecher nach Sahlenburg an den Strand. Dort rauscht das Meer, kann er den Sand unter den Füßen spüren. Ist glücklich. Eben so sehr, dass ihm das Glück regelrecht aus den Augen fließt.
















