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Was, wenn ein Gast im Hospiz Zum Guten Hirten stirbt?

Verstirbt ein Gast bei uns im Hospiz Zum Guten Hirten, wird die große Kerze im Ein­gangs­be­reich ange­zün­det und ein türkises Herz an die Zimmertür des Ver­stor­be­nen gehangen. Sonst passiert erstmal nichts. Bis zu 36 Stunden nach Eintritt des Todes kann ein Gast noch in seinem Zimmer bleiben. Ange­hö­ri­gen ermög­li­chen wir so, sich in aller Ruhe zu ver­ab­schie­den. Auch Freunden und Bekannten von weiter weg bietet dieser Zeitraum aus­rei­chend Mög­lich­keit, in Ruhe anzu­rei­sen und Abschied zu nehmen.

Bei der Über­füh­rung zum Bestat­tungs­un­ter­neh­men gibt es ein festes Abschieds­ri­tual. Das gesamte Personal, welches sich zu dieser Zeit im Dienst befindet – Pfle­ge­fach­kräfte, Haus­wirt­schaft, Pfle­ge­dienst­leis­tung, Geschäfts­füh­rung – ver­sam­melt sich andächtig vor dem Zimmer des Ver­stor­be­nen. Dann öffnet sich die Zimmertür. Die Bestatter oder die nahen Ange­hö­ri­gen schieben den Sarg Richtung Haupttür. Es ist jene Tür, durch die unser Gast bei Einzug ins Hospiz auch gekommen ist – so schließt sich der Kreis.

Das Personal folgt dem Sarg geschlos­sen und in Stille. Erst, wenn der Sarg in den Lei­chen­wa­gen verladen wurde und dieser den Hof verlassen hat, löst sich das Personal wieder auf. Die Kerze wird wieder gelöscht. Das Abschieds­ri­tual im Hospiz Zum Guten Hirten wird von Mit­ar­bei­ten­den sowie Ange­hö­ri­gen als sehr traurig und zugleich sehr schön empfunden.