„Niemand spricht gern über das Sterben und den Tod. Doch es betrifft uns alle.“
Mit diesen Worten brachte der Landtagsabgeordnete Eike Holsten bei seinem Besuch im Hospiz Zum guten Hirten auf den Punkt, worum es in der Hospiz- und Palliativversorgung im Kern geht: um einen offenen, menschlichen Umgang mit dem Lebensende.
Im Rahmen seines Besuchs setzte Holsten ein deutliches Zeichen und unterzeichnete die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Diese steht unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands sowie der Bundesärztekammer. Die fünf zentralen Handlungsfelder der Charta unterstreichen, wie wichtig es ist, ethische und rechtliche Fragen klar zu benennen, Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und dabei stets den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt zu stellen.
Holsten macht deutlich, dass ein würdevolles Sterben überall in Niedersachsen möglich sein soll. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und veränderter sozialer Strukturen sei die Charta von großer Bedeutung. Viele Angehörige seien hoch belastet, während immer mehr ältere Menschen ohne ein tragfähiges soziales Umfeld lebten.
„Hospizarbeit und Palliativmedizin sind heute wichtiger denn je“, so Holsten. „Denn unabhängig von den individuellen Lebensumständen verdient jeder Mensch eine würdevolle Begleitung am Lebensende.“
Auch für das Hospiz Zum guten Hirten hat die gemeinsame Unterzeichnung eine besondere Bedeutung. Johannes Stephens, Geschäftsführer des Hospizes und stellvertretender Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Niedersachsen, betont:
„Mit der gemeinsamen Unterzeichnung setzen wir ein Zeichen für Menschlichkeit und Nähe – dafür, dass schwerstkranke Menschen in Rotenburg und der Region nicht allein gelassen werden.“
Jedes Jahr begleitet das Hospiz rund 120 schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Die Unterstützung der Charta durch Bürgerinnen und Bürger sei daher ein wichtiges Signal für die Hospizbewegung. Holsten ruft dazu auf, selbst aktiv zu werden:
„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich viele Menschen aus meinem Wahlkreis mit der Charta auseinandersetzen und sie ebenfalls unterzeichnen. Jede Stimme zählt – und das geht ganz einfach online.“
➡️ Die Charta kann online unterzeichnet werden unter:
www.charta-zur-betreuung-sterbender.de
Gemeinsam ein Zeichen setzen: Der Landtagsabgeordnete Eike Holsten (links) unterzeichnet die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. An seiner Seite: Johannes Stephens, Geschäftsführer des Hospizes „Zum guten Hirten“ sowie stellvertretender Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Niedersachsen. Gemeinsam rufen sie dazu auf, die Charta ebenfalls zu unterstützen. Foto: Hoops


