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Kleine Puppe, große Bedeutung!

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Was unsere ehren­amt­li­che Uschi, viele gestrickte Puppen und Familie H. mit­ein­an­der verbindet, erfahrt ihr hier!
Nehmt euch einen Moment zum Lesen. Wenn euch die Geschichte berührt, freuen wir uns sehr, wenn ihr sie teilt, damit diese beson­de­ren Momente wei­ter­ge­tra­gen werden.

Eine kleine Puppe mit großer Wirkung

Am Auf­nah­me­tag von Herrn H. hatte unsere ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin Uschi Abend­brot­dienst. Am Esstisch kam sie mit der Ehefrau unseres neuen Gastes ins Gespräch. Wie so oft hatte Uschi ihre Strick­ar­beit dabei: kleine Puppen, die sie mit viel Geduld und Liebe anfertigt. In ihrem Katalog zeigte sie ver­schie­dene Exemplare. Eine der Puppen sprach Frau H. sofort an. Und in diesem Moment wusste Uschi, was zu tun war.

Da es Herrn H. bereits bei der Aufnahme nicht gut ging, wollte Uschi keine Zeit ver­strei­chen lassen. Schon am nächsten Abend hatte sie eine dieser kleinen Puppen fertig gestrickt und brachte sie ins Hospiz. Frau H. war völlig über­rascht, wie schnell das ging – doch diese Puppe hatte Priorität. Sie sollte ihren neuen Besitzer so schnell wie möglich finden.

Als Herr H. am nächsten Morgen aufwachte und die Puppe zum ersten Mal sah, blickte er sie an und sagte sofort zu seiner Frau:

„Und das ist Fiete!“

So bekam sie ihren Namen.

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In den folgenden Tagen ging es Herrn H. zunehmend besser. Er wurde wacher, aß wieder, erlebte gemein­same Momente im Wohn­zim­mer, genoss ein Bad, ließ sich im Rollstuhl durch den Schnee schieben und nahm das Leben um sich herum wieder bewusster wahr.

Und Fiete war von diesem Tag an immer an seiner Seite.

Herr H. legte Fiete nur sehr selten beiseite. Meist hielt er ihn in der Hand, beim Schlafen lag Fiete auf seiner Brust. Er musste immer in Reich­weite sein. Wenn Fiete nachts einmal aus dem Bett fiel und Herr H. aufwachte, war seine erste Frage an seine Frau:

„Wo ist Fiete?“

In diesen Tagen bekam Fiete eine Bedeutung, die niemand erwartet hätte – für Herrn H. und für seine ganze Familie. Denn eigent­lich hatte Herr H. in seinem bis­he­ri­gen Leben nie etwas Ver­gleich­ba­res gebraucht. Ein solcher Begleiter war ihm nie wichtig gewesen. Umso beson­de­rer war es, dass Fiete nun nicht mehr weg­zu­den­ken war.

So entstand in der Familie die Idee, dass Fiete wei­ter­ge­tra­gen werden sollte. Dass er bleibt. Dass er verbindet. Die Familie nahm erneut Kontakt zu Uschi auf – mit einer beson­de­ren Bitte: einen ganzen Korb voller Fietes zu stricken.

Uschi war tief berührt. Dass ihre Arbeit so wert­ge­schätzt wird und eine so große Bedeutung bekommt, damit hatte sie nicht gerechnet. Selbst­ver­ständ­lich ließ sie die Nadeln fliegen, und nach nur wenigen Tagen stand bei uns im Hospiz ein ganzer Korb voller Fietes.

Herrn und Frau H. war es wichtig, dass diese Fietes am ver­mut­lich letzten Geburts­tag von Herrn H., Anfang Februar, an die Familie wei­ter­ge­ge­ben werden: an Kinder, Enkel­kin­der und nahe­ste­hende Menschen. Damit Fiete um die Welt geht. Damit Fiete in den Herzen bleibt.

Doch der aller­erste Fiete – der wich­tigste. Der, der diese Geschichte ins Rollen gebracht hat – der bleibt.

Er bleibt bei Herrn H.

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